Wie starte ich einen Kompost?

Was ist ein Kompost?

Der Kompost ist das Herz jedes Biogartens. Er verwertet organisches Material wie zum Beispiel Grasschnitt, Küchenabfälle oder Laub, zu nährstoffreicher Komposterde. Diese gibt dem Boden die Nährstoff zurück welche man bei der Ernte weg nimmt. Sie ist Dünger für die Pflanzen und sorgen für ein gesundes Wachstum. Die Komposterde hilft zudem das Wasser besser im Boden zu speichern. Ein richtig aufgesetzter Kompost ist für einen gesunden Garten unumgänglich. Zudem muss man mit einem Kompost keinen zusätzlichen Dünger kaufen.

Wie startest du einen Kompost?

Du brauchst etwa eine 1m2 grosse Fläche um einen Kompost aufzusetzen. Du kannst dir selber einen Kompostkübel herstellen zum Beispiel aus alten Paletten oder Gartenzaun (siehe Bild). Am besten stellt du den Kompost in den Halbschatten damit dieser schön feucht bleibt und nicht austrocknet. Falls du nicht so viel Platz zur Verfügung hast kannst du auch einen Wurmkompost starten. Infos dazu weiter unten.

Was kommt auf den Kompost?

Grundsätzlich braucht es für den Kompost vier Zutaten. Grünes, Braunes, Luft und Wasser. Natürlich kann man einen Kompost besser oder schlechter aufsetzen, doch egal was du tust, es ist immer noch besser als, dass deine Küchenabfälle im Mülleimer landen.

Grünes: Küchenabfälle von Gemüse und Früchten, Grasschnitt, Pflanzen die frisch geschnitten und noch grün sind, Kaffeesatz, Teebeutel, Eierschalen, usw. Und natürlich auch Mist von Tieren (kein Hunde und kein Katzenkot). 33% des Materials.

Braunes: Laub, Zweige, Karton (ohne Farbdruck), Heu, Stroh, Holzasche, Holzspäne, usw. 66% des Materials.

Wasser: Wasser ist sehr wichtig. Du willst grundsätzlich einen feuchten Kompost der wie ein Schwamm wirken soll. Wasser hilft den Mikroorganismen alles zu zersetzen. Ein zu nasser Kompost fängt jedoch an zu stinken.

Luft: Luft braucht der Kompost damit die Baktieren ihre Arbeit verrichten können. Wenn zu wenig Luft vorhanden ist beginnt er schlecht zu riechen. Um Luft zuzufügen kannst du den Kompost mit einer Schaufel drehen.

Wichtig beim aufsetzen eines Kompostes ist, dass man alles gut verschneidet und gut durchmischt. Grundsätzlich gilt es, je mehr verschiedenes organisches Material du auf den Kompost schmeisst, desto besser. Das Kompostmaterial sollte aus zwei Teilen Braunem und einem Teil Grünem bestehen.

Kalter oder Warmer Kompost?

Beim warmen Kompost setzt du den kompletten Komposthaufen auf einmal zusammen. Wenn der Kompost richtig zusammengesetzt ist erhöht sich die Temperatur im inneren des Haufens auf ca. 70 Grad. Du kannst den Haufen nun regelmässig wenden, das heisst gut durchmischen und die ausseren Teile nach innen bringen und umgekehrt. Diese Methode geht um einiges schneller und kann je nach Jahreszeit schon nach 3-4 Monaten benutzt werden.

Beim kalten Kompost setzt du den Komposthaufen kontinuierlich zusammen mit dem Material das gerade anfällt. Du kehrst du Haufen etwa einmal im Monat. Der kalte Kompost gibt weniger Arbeit aber er kompostiert weniger schnell da er weniger aufheizt. Der kalte Kompost dauert etwa 9-12 Monate bis zur fertigen Komposterde.

Falls du mehr übers Kompostieren erfahren willst schau dir folgende Links an:

Der Wurmkompost

Eine Alternative zum warmen oder kalten Kompost ist der Wurmkompost. Der Wurmkompost eignet sich vor allem auch für kleinere Haushalte und kleinere Gärten sowie auch für den Balkon. Tipps wie du selber einen Wurmkompost bauen kannst findest du hier. Du kannst natürlich auch einen fertigen Wurmkompost kaufen, zum Beispiel hier.

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